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Château Beaumont, Cru Burgeois Haut-Médoc 2000

Château Beaumont

Gekauft bei: Karstadt.de Weinshop für 14,99 €
Verkostet am: 17.04.2003

Nach dem Reinfall mit Chateau Bellegrave brauchte ich dringend ein positives Erlebnis mit einem Bordeaux, auch wenn das leider in diesem Fall schon etwas teurer war. Ich zahle aber gerne 5,- € mehr, um nicht noch einmal solch eine Plörre herunterschlucken zu müssen.
Zu dem Château muß man nicht mehr viel sagen, da es sich um eines der bekanntesten und größten im ganzen Médoc handelt. Die Angaben zur Rebfläche schwanken zwischen 105 und 110ha, was Château Beaumont ganz klar zum Großproduzenten macht. Um so erstaunlicher, daß man bei aller Masse auch noch Klasse zu erzeugen weiß. Meinen ersten Beaumont trank ich vor zwei, drei Jahren (Jhg. 1995) und war noch nicht so begeistert. Im direkten Vergleich mit einem Chateau La Cardonne 1995 zog er damals ganz klar den Kürzeren.
Von daher war ich natürlich auf den 2000er gespannt, allerdings mit entsprechend hohen Erwartungen, die nicht zuletzt von von James Sucklings Bewertung von (ursprünglich) 90 Punkten geweckt wurden. Von den anfänglichen blumigen Noten frisch nach dem Einschenken, die schon etwas an einen deutschen Rotwein erinnerten, sollte man sich nicht irritieren lassen - so schlecht wird es dann doch nicht. ;-)

extrem dunkles, dichtes, tintenartiges Kirschrot, Nase mit fruchtigen Noten von Kirsche, Brombeere, schwarzer Johannisbeere und dezenten Holztönen; körperreich, saftige Struktur, nach etwas Entwicklung samtig, trotz präsenter, aber feinkörniger und gut eingebundener Tannine; langer Nachklang mit Vanille-Tönen und Kakao, dabei eine feine Süße


Gesamturteil:4 Flaschen - sehr gut(4/5 Flaschen)
Die Wertung von "nur" vier Flaschen wirkt vielleicht etwas niedrig, da dieser Wein wirklich hervorragend und ab seiner voraussichtlichen Trinkreife 2006 sicherlich ein toller Genuß sein wird. Aber 15,- € sind eben kein Pappenstiel und damit ist er für viele Leute eben auch kein Wein mehr für jeden Tag. Sollte ich demnächst etwas Geld übrig haben, werde ich mir gerne einige Flaschen einlagern. In drei Jahren kann man sich dann z.B. an Weihnachten darüber freuen - oder sich bei anderen beliebt machen. Weine aus dem Bordeaux bleiben für mich eben doch immer etwas Besonderes und ihnen gilt nach wie vor - trotz schwindender Erschwinglichkeit - meine Vorliebe bei Rotweinen. Von daher war ich auch erleichtert, daß prinzipiell doch noch alles in Ordnung ist. Die Verkostung des Bellegrave ließ mich bereits an meinem Geruchs- und Geschmackssinn zweifeln. Für Freunde der Punkteskala: Auf Avinis.com habe ich diesem Wein 16,5/20 Punkten gegeben. Vielleicht der bislang beste Beaumont.

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