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Jacob's Creek Shiraz Cabernet 2001

Jacob's Creek Shiraz Cabernet

Gekauft bei: Marktkauf für 3,99 €
Verkostet am: 01.04.2004

Dieser australische Shiraz Cabernet ist ein typischer Vertreter diverser "Massenweine", die man im gut sortierten Supermarkt erhält oder auch bei Versendern, die eher auf den "Mainstream" und Gelegenheitstrinker ausgerichtet sind, als auf den anspruchsvollen Weinliebhaber- und Kenner.
Einen Jacob's Creek (ebenfalls Shiraz Cabernet) probierte ich zum ersten Mal als 99er, wußte damals jedoch nicht, daß dies eher ein preiswertes Massenprodukt ist, zumal er "seinerzeit" auch ca. 12,50 DM kostete. Ich war damals positiv überrascht, nicht zuletzt, weil ich aus dem persönlichen Umfeld eher verhaltene Töne über den Wein zu hören bekam. Nun spricht eine große Produktionsmenge in Australien nicht zwangsläufig gegen die Qualität, da es dort häufig vorkommt, daß Weingüter ihr Rebgut von vielen verschiedenen Weinbauern einkaufen und nicht ausschließlich (oder gar nicht) auf eigenen Rebbestand setzen. Die Cuvée aus Australiens Nr.1-Rebe Shiraz und Cabernet ist in Australien häufiger zu finden und ergibt dort durchaus ansprechende Weine. Orlando Wines, zu denen die Marke Jacob's Creek gehört, ist einer der größten Erzeuger im Barossa Valley und gehört seit einigen Jahren zu Pernod-Ricard.

helles, klar spiegelndes Kirschrot, in der Nase saubere, reintönige Aromen von Holunder- und Johannisbeere, eine Spur Eukalyptus sowie ein wenig Linoleum; Im Mund sehr weich und vollmundig mit rundem Körper, sehr feinen Tanninen und milder Säure; mittlere Länge mit angenehmen Fruchtnoten im Nachhall


Gesamturteil:4,5 Flaschen - toll!  (4,5/5 Flaschen)
 

Trotz des merkwürdigen Gefühls, einen "Supermarktwein" gekauft und genossen zu haben, kann ich - gerade bei diesem Preis - nichts wirklich Negatives an dem Wein entdecken (abgesehen vom mangelnden 'Prestige'). Man erahnt auch, warum Australien für einige Jahre den Ruf genoß, sehr gute Weine für deutlich niedrigere Preise zu produzieren, als man etwa für Weine aus Bordeaux zu zahlen gewohnt war.
Für Etikettentrinker wäre er natürlich nichts, aber wer preisbewußt auf größtmöglichen Genuß beim Weinkauf achtet, sollte den Jacob's Creek als einen günstigen Wein im Hinterkopf behalten, bei dem man nicht viel verkehrt machen kann und der sich auch ideal als Verlegenheitsmitbringsel für unwichtige Partys eignet sowie als Aufmerksamkeit für Leute, die einen teureren Wein ohnehin nicht zu schätzen wüßten. ;-) Der Jacob's Creek hat übrigens hervorragend mit einer Pasta mit originaler Bolognese Sauce harmoniert.

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